Ratgeber

Die schönsten Nationalparks der Welt: 14 Parks und Preise

Vierzehn Nationalparks auf sechs Kontinenten: Eintrittspreise 2026, beste Reisezeit und welche Parks nur noch online verkaufen oder Tageslimits haben.

Zwei Guanakos grasen unterhalb der Cuernos del Paine im Torres del Paine

Bei kaum einer Reise geht die Planung so leicht schief wie bei einem Nationalpark. Die Landschaft steht fest, und die Fotos sind überall zu sehen. Die Regeln stehen nicht fest: 2026 verkaufen immer mehr Parks ihre Tickets nur noch online, begrenzen die Besucherzahl pro Tag oder sperren eine Straße für Privatautos. Daran scheitern Reisen.

Diese Liste enthält vierzehn Parks auf sechs Kontinenten. Jeder Eintrag nennt die Saison, den Eintrittspreis in diesem Jahr und die eine Zugangsregelung, über die Besucher stolpern.

Nationalpark Seoraksan, Südkorea

Beste Monate: Mitte bis Ende Oktober für die Herbstfärbung, Mai und Juni für leere Wege

Der Seoraksan besteht aus Granitgipfeln und Kiefernwald über der Ostküste, drei Busstunden von Seoul entfernt. Die Färbung erreicht 2026 zwischen dem 16. und 25. Oktober ihren Höhepunkt, und an diesen Wochenenden zieht sich auf den Hauptwegen ab Sokcho eine langsame Schlange von Wanderern. Unter der Woche ist es deutlich ruhiger.

Der Eintritt ist frei. Die Tempelgebühr, die früher am Eingang kassiert wurde, ist seit Mai 2023 abgeschafft, auch wenn manche Guides noch raten, Bargeld dafür mitzunehmen. Im Guide zur Herbstfärbung in Korea stehen die Busverbindungen und die Prognosetermine für den Rest des Landes.

Nationaler Waldpark Zhangjiajie, China

Beste Monate: April bis Juni und September bis November

Zhangjiajie ist der Wald aus Sandsteinsäulen, der im Film Avatar als Vorlage für die schwebenden Berge diente. Das Hauptticket kostet 239 Yuan, gilt vier Tage und schließt die Shuttlebusse im Park ein. Der Bailong-Aufzug an der Felswand kostet 65 Yuan pro Fahrt und die Seilbahn auf den Tianzi-Berg 72 Yuan.

Der Tianmen-Berg mit dem Glassteg und der langen Treppe ist ein eigener Park mit eigenem Ticket. Die beiden werden oft verwechselt. Meide die erste Oktoberwoche, wenn in der Feiertagswoche zum Nationalfeiertag jeder Aussichtspunkt überfüllt ist.

Nationalpark Komodo, Indonesien

Beste Monate: April bis November in der Trockenzeit

Zu Komodo gehören Warane auf zwei Inseln, ein rosa Sandstrand, Mantarochen an einer Putzerstation und der Blick über drei Buchten vom Gipfel des Padar. Alles erreichst du per Boot von Labuan Bajo auf Flores.

Seit dem 1. April 2026 lässt der Park 1.000 Besucher pro Tag zu, und jeder Eintritt wird vorab über das SiOra-System gebucht. Die Bootsanbieter übernehmen die Buchung. Frag trotzdem zwei bis drei Tage vorher nach einer Bestätigung, im Juli und August zwei Wochen vorher. Ausländische Besucher zahlen 250.000 IDR pro Person und Tag plus eine kleine Hafengebühr. Auf den Waraninseln ist die Begleitung durch einen Ranger Pflicht.

Nationalpark Sagarmatha, Nepal

Beste Monate: Oktober und November, dann März bis Mai

Sagarmatha ist der Everest-Park. Die meisten Besucher gehen von Lukla aus über Namche Bazaar auf 3.440 Metern zum Basislager und zurück und brauchen dafür rund zwölf Tage. Das Parkpermit kostet für Ausländer 3.000 NPR, und die Gemeinde Khumbu verlangt noch einmal 3.000 NPR. Beides gibt es in Lukla oder Monjo.

Die eigentliche Grenze setzt die Höhe. Ruhetage in Namche und Dingboche gehören in jeden üblichen Plan, und der Flug nach Lukla fällt aus, sobald die Wolken auf der Piste liegen. Plane deshalb am Ende zwei Reservetage ein.

Nationalpark Fiordland, Neuseeland

Beste Monate: November bis April

Fiordland ist die nasse Südwestecke der Südinsel. Der Milford Sound ist der Fjord, zu dem die meisten Besucher fahren. Von Te Anau sind es zwei Stunden auf einer Straße, die im Winter zeitweise für die Lawinensprengung gesperrt wird. Der Park kostet keinen Eintritt.

Die bekannteste Wanderung ist der Milford Track. Er ist 53,5 Kilometer lang, dauert vier Tage, und in der Great-Walks-Saison vom 1. November bis 30. April müssen die Hütten gebucht werden. Internationale Erwachsene zahlen 152 NZ$ pro Hüttennacht. Die Buchungen für die Saison 2026/2027 sind offen, und die beliebten Termine sind wenige Tage nach der Freischaltung vergriffen.

Nationalpark Uluru-Kata Tjuta, Australien

Beste Monate: Mai bis September

Uluru ist der Fels, und Kata Tjuta sind die Kuppeln eine Autostunde weiter, die die meisten Besucher unterschätzen. Ein Parkpass kostet 38 A$ für drei Tage, und Kinder unter 18 haben freien Eintritt. Kauf ihn online, bevor du ankommst.

Der Aufstieg ist seit Oktober 2019 dauerhaft geschlossen, die Wege führen also um den Fuß des Felsens. Im Sommer steigt die Temperatur über 40 Grad, und die längeren Wege werden am späten Vormittag gesperrt. Die einzige Unterkunft liegt in Yulara. Das ist der Resortort direkt vor dem Parkeingang.

Nationalpark Yellowstone, USA

Beste Monate: Mai bis Anfang Juni und September

In Yellowstone gibt es Geysire, heiße Quellen, einen Canyon und Bisons auf einer Fläche, die größer ist als mancher US-Bundesstaat. Der Eintritt kostet 35 US$ pro Fahrzeug für sieben Tage, und für die Einfahrt brauchst du keine Reservierung.

Die meisten Straßen im Park sind von Anfang November bis Ende April für Autos gesperrt, und die Regel des Parks lautet 25 Yards (rund 23 Meter) Abstand zu Bisons und 100 Yards (rund 90 Meter) zu Bären und Wölfen. Die Regel gibt es, weil jeden Sommer Besucher dagegen verstoßen. Der Juli ist mit Abstand der vollste Monat.

Nationalpark Banff, Kanada

Beste Monate: Ende Juni bis September für die Seen, Dezember bis März zum Skifahren

Banff hat türkisfarbene Seen unter Gletschern und liegt neunzig Minuten von Calgary entfernt. Der Tageseintritt kostet 12,25 CA$ pro Erwachsenem, und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre zahlen nichts.

Die entscheidende Regel betrifft den Moraine Lake. Die Straße ist seit 2023 für Privatfahrzeuge gesperrt, du fährst also mit dem vorab gebuchten Shuttlebus von Parks Canada oder mit einem kommerziellen Shuttlebus. Der Parkplatz am Lake Louise ist im Sommer schon vor Sonnenaufgang voll. Der Shuttlebus löst beide Probleme.

Nationalpark Torres del Paine, Chile

Beste Monate: November bis März

Torres del Paine steht für Granittürme, Gletscher und Wind im chilenischen Patagonien. Seit Mai 2026 kostet ein Tagesticket für ausländische Erwachsene 34.000 CLP und ein Mehrtagesticket 48.500 CLP. Tickets gibt es nur online über das System der CONAF, und ohne Ticket wirst du am Eingang abgewiesen.

Der W-Trek dauert vier bis fünf Tage, und seine Campingplätze und Refugios werden von zwei privaten Betreibern geführt. Für Dezember bis Februar sind diese Betten Monate im Voraus ausgebucht. Für den Tagesausflug zum Aussichtspunkt der Türme brauchst du kein Bett. Es reichen das Ticket und ein früher Start.

Nationalpark Plitvicer Seen, Kroatien

Beste Monate: April, Mai und Oktober

Plitvice besteht aus sechzehn Seen, die durch Wasserfälle miteinander verbunden sind und über Holzstege begangen werden. Der Ticketpreis wechselt mit der Saison: 40 € von Juni bis September, 23,50 € im April, Mai und Oktober und 10 € von November bis März.

Im Sommer werden die Tickets online mit einer Einlasszeit verkauft, weil die Stege schmal sind und der Park begrenzt, wie viele Menschen gleichzeitig darauf unterwegs sind. Baden ist verboten. Am frühen Morgen in der Nebensaison sieht der Park so aus wie auf den Fotos.

Nationalpark Vatnajökull, Island

Beste Monate: Juni bis August zum Wandern, November bis März für die Eishöhlen

Der Nationalpark Vatnajökull umfasst den größten Gletscher Europas und etwa 14 Prozent der Fläche Islands. Die meisten Besucher sehen zwei Orte: Skaftafell mit der Wanderung zum Wasserfall Svartifoss und die Lagune Jökulsárlón, aus der Eisberge zum schwarzen Strand hinaustreiben.

Eintritt wird nicht verlangt, auf den großen Parkplätzen fallen aber Parkgebühren an. Die Eishöhlen unter dem Gletscher lassen sich nur mit Guide besuchen und nur im Winter, wenn das Schmelzwasser versiegt. Skaftafell liegt etwa vier Stunden von Reykjavík entfernt an der Ringstraße.

Nationalpark Serengeti, Tansania

Beste Monate: Juli bis Oktober im Norden für die Flussüberquerungen, Januar und Februar im Süden zur Kalbezeit

Die Serengeti steht für die Große Migration: rund 1,5 Millionen Gnus, die im Lauf des Jahres eine große Runde ziehen, und die Raubtiere, die ihnen folgen. Der Eintritt für nicht ansässige Erwachsene liegt in der Hauptsaison bei etwa 83 US$ pro 24 Stunden inklusive Mehrwertsteuer, von Mitte März bis Mitte Mai darunter. Die Parks sind bargeldlos: Gebühren werden per Karte oder über deinen Veranstalter bezahlt.

Fast alle kommen mit einer organisierten Safari, und wo du übernachtest, entscheidet darüber, was du siehst. Lodges im Norden liegen richtig für die Flussüberquerungen, Camps im Süden für die Kalbezeit. Ein Camp in der falschen Region für den jeweiligen Monat ist der häufigste teure Fehler.

Nationalpark Kruger, Südafrika

Beste Monate: Juni bis September

Der Kruger ist der Park, den du auf eigene Faust mit dem Auto erkunden kannst: Teerstraßen, Restcamps mit Läden und Tankstellen und Tiere, die Autos ignorieren. Internationale Erwachsene zahlen 602 Rand pro Tag Naturschutzgebühr plus 47 Rand pro Fahrzeug.

Die Tore öffnen und schließen zu festen Zeiten um Sonnenauf- und Sonnenuntergang, und wer nach Torschluss außerhalb eines Camps unterwegs ist, zahlt eine Strafe. Die Restcamps im Park werden über SANParks gebucht, und die beliebten sind für die Trockenzeit Monate im Voraus ausgebucht. Der Kruger ist Malariagebiet, geh also vor der Reise zum Arzt.

Nationalpark Göreme, Türkei

Beste Monate: April bis Juni und September bis Oktober

Göreme ist das Tal der Felskegel und Höhlenkirchen in Kappadokien, über dem bei Tagesanbruch die Ballons aufsteigen. Das Freilichtmuseum mit den besten bemalten Kirchen kostet 20 €, und für die Dunkle Kirche darin gibt es ein eigenes Ticket.

Ballons starten nur, wenn der Wind es zulässt, und an vielen Morgen fällt die Fahrt aus. Buch die Ballonfahrt deshalb für den ersten Morgen deines Aufenthalts und halte die übrigen als Reserve. Die Täler rund um Göreme kannst du kostenlos durchwandern.

Bevor du buchst

Das Muster ist bei allen vierzehn gleich. Die Eintrittspreise sind fast überall moderat. Was Geld kostet und Reisen scheitern lässt, ist die Zugangsregelung: das Ticket, das es nur online gibt, die für Autos gesperrte Straße, die Hütte, die schon im März ausgebucht war, das Kontingent, das voll war, während dein Bootsanbieter sich Zeit ließ. Prüf die offizielle Parkseite für den Monat deiner Reise und nicht bloß für das Jahr, denn die meisten dieser Regeln haben sich in den letzten drei Saisons geändert.

Gebühren im September 2026 geprüft anhand der offiziellen Seiten von Yellowstone, Parks Canada, Parks Australia und des neuseeländischen DOC; die übrigen stammen von Parkbetreibern und Tarifübersichten 2026, die offiziellen Änderungen hinterherhinken können. Gebühren gelten pro Erwachsenem, sofern nicht anders angegeben.

FAQ

Welche dieser Parks sind kostenlos?
Seoraksan in Südkorea, Fiordland in Neuseeland und Vatnajökull in Island. Die Hütten des Milford Track im Fiordland kosten Geld, der Park selbst nicht.
Für welche Parks braucht man Tickets im Voraus?
Torres del Paine verkauft nur online. Komodo hat ein Tageskontingent, das über das SiOra-System gebucht wird. Plitvice verkauft im Sommer online Tickets mit Einlasszeit. Die Hütten des Milford Track und der Shuttlebus zum Moraine Lake in Banff müssen beide gebucht werden.
Welcher Park auf der Liste ist der teuerste?
Die Serengeti mit etwa 83 US$ pro Person und Tag, danach der Kruger mit 602 Rand pro Tag. Beide Preise gelten pro Person, und der Kruger verlangt zusätzlich 47 Rand pro Fahrzeug.
Ist Zhangjiajie dasselbe wie der Tianmen-Berg?
Nein. Es sind zwei Parks etwa eine Stunde voneinander entfernt, und jeder hat sein eigenes Ticket. Die Avatar-Säulen stehen im Nationalen Waldpark. Der Glassteg und die lange Treppe sind am Tianmen.
Ändern sich Nationalparkgebühren im Lauf des Jahres?
Plitvice verlangt im Sommer viermal so viel wie im Winter. Die Hüttengebühren am Milford Track sinken außerhalb der Great-Walks-Saison. Die meisten anderen behalten einen Preis für das ganze Jahr und passen ihn im Herbst der Nordhalbkugel an.
Kann ich mein Handy schon vor dem Abflug einrichten?
Ja, und es ist einfacher, als es im Flughafen-WLAN zu versuchen. Schreib an WhatsApp oder Telegram, such dir einen Tarif aus und installier die eSIM, bevor du losfährst. Es ist ein einmaliger Schritt pro Gerät: Fürs nächste Land kaufst du nur noch ein Datenpaket und musst nichts mehr installieren.